- Der Kanton Aargau trägt mit drei Atomkraftwerken, dem Zwischenlager für radioaktive Abfälle, einer Sondermülldeponie und den Autobahnen schon hinreichend Lasten für die gesamte Schweiz, so dass Tiefenlager in unserem dicht besiedelten Gebiet nicht in Frage kommen.
- Der Ausstieg aus der Atomenergie ist unabdingbar. Erst danach soll der Standort für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle beschlossen werden. Die Kapazitäten der geologischen Lager dürfen einem Atomausbau nicht Tür und Tor öffnen und müssen strikt auf die Abfallentsorgung aus den fünf bestehenden AKWs begrenzt sein.
- Die Sicherheit des Standortes muss oberste Priorität haben. Politische Machbarkeit hat hier nichts zu suchen. Auch ist es weder sachlich noch moralisch gerechtfertigt, wenn in potenziellen Standortgemeinden mit Abgeltungen und Steuererleichterungen der öffentlichen Meinungsbildung nachgeholfen wird.
- Im Kanton Aargau muss endlich ein Massnahmenpaket zur erheblichen Erhöhung der Energieeffizienz und zur umfangreichen Förderung der erneuerbaren Energien umgesetzt werden. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel sind bereitzustellen.
- Der Regierungsrat des Kantons Aargau ist aufgefordert, endlich klar und unmissverständlich gegen Tiefenlager im Kanton Aargau Position zu beziehen!
- Die Regionen „Bözberg“ und „Nördliche Lägern“ sind einmalige schöne Erholungsgebiete. Die Bezirke Brugg, Laufenburg und Zurzach haben ihren Beitrag an die Energieversorgung schon längst erfüllt. Diese Regionen müssen im jetzigen Zustand erhalten bleiben.
Sennhütten, 18. Januar 2009
SP Bezirk Brugg, SP Bezirk Laufenburg, SP Bezirk Zurzach